Christoph Kasper - ausgelastet mit Theorie und Praxis der Politik

Neben dem Hauseingang eines unscheinbaren Gebäudes direkt in der Fußgängerzone hängt ein Briefkasten mit einem kleinen Schild – CDU ist darauf zu lesen.

Ein paar Treppenstufen hinauf gegangen, die Tür aufgeschlossen und schon befindet sich Christoph Kasper im Büro der Gifhorner CDU.
Zwar studiert der 26-Jährige zurzeit Integrierte Sozialwissenschaften an der TU Braunschweig, arbeitet nebenher aber auch als Geschäftsführer der Kreistagsfraktion. „Ich arbeite nicht viel mehr als andere, die neben dem Studium einem festen Job nachgehen.“

Bereits 2007 trat Kasper der CDU im Ortsverband Meine bei, ein Schritt, der vor allem aus persönlicher Überzeugung entstand. „Ich bin so ein Mittelding zwischen schwarz und grün, in meinen Augen hat die CDU viele Dinge aus dem Programm der Grünen aufgenommen, aber versucht sie in einem realistischen Rahmen umzusetzen.“

Seitdem engagiert sich Kasper mit Hingabe ehrenamtlich für die Politik, mit Erfolg!
Bereits nach kurzer Zeit der Mitgliedschaft übernahm der engagierte Politiker ein Amt im Vorstand. 2012 hatte er dann das Glück, als erster Geschäftsführer für die Kreistagsfraktion in Gifhorn eingestellt zu werden. Ein Job, so könnte man meinen, der viel Erfahrung voraussetzt. Zwar bringt Kasper theoretische Grundlagen aus dem Studium mit, diese seien in der Praxis jedoch nicht immer umsetzbar. Bedenken, die für den Studenten überflüssig sind. „Wenn ich nicht irgendwo zu einem großen Maß überzeugt hätte, dann säße ich nicht hier“.
Für seine große Leistung in der realen Welt der Politik als junger Studi kamen von seinen Kommilitonen bisher nur Glückwünsche. Der Job sei gerade während der Klausurenphase stressig, aber die Leidenschaft für die Politik, plus das dreifache Gehalt eines normalen Nebenjobs im Monat sind da schon eine gute Entschädigung.

 „Für mich ist es einfach eine geniale Symbiose aus mehreren Teilen, das Rund-um-glücklich-Paket sozusagen.“
Theoretisch wird Kasper seine politische Karriere in jedem Fall fortsetzen. Im Sommersemester 2013 steht für ihn der Bachelor an, bis zum Ende seines Arbeitsvertrages 2016 will er den Master in Organisationskultur und Wissenstransfer abschließen. Inwiefern es dann praktisch in der Politik weitergeht, müsse man sehen.

 „Es ist durchaus so, dass bei Herrn Kasper Potential vorhanden ist, er muss auf jeden Fall weiterhin aktiv bleiben“, meint eine Kollegin Kaspers, die ihn seit gut zwei Jahren kennt.

Aber erst einmal gilt es, 20 Stunden in der Woche Fraktionssitzungen vorzubereiten, den Pressebereich abzuarbeiten und Termine zu organisieren.

Und nach getaner Arbeit schließt sich die Tür der Gifhorner CDU und Christoph Kasper wechselt wieder in sein Leben des ganz normalen Studenten.##